KONTAKT:  Landesverband der Reit- und Fahrvereine Sachsen-Anhalt e.V. Geschäftsführer Roy Bartels I Tel.: 034956 I 229 65 I E-Mail: LV-RFVSachsenAnhalt@online.de  Landeskommission für Pfedeleistungsprüfungen Geschäftsführer Thomas Preiß I Tel.: 034956 I 229 66 I E-Mail: LK-SAN@online.d
KONTAKT:  Landesverband der Reit- und Fahrvereine Sachsen-Anhalt e.V. Geschäftsführer Roy Bartels I Tel.: 034956 I 229 65 I E-Mail: LV-RFVSachsenAnhalt@online.de  Landeskommission für Pfedeleistungsprüfungen Geschäftsführer Thomas Preiß I Tel.: 034956 I 229 66 I E-Mail: LK-SAN@online.de
LANDESVERBAND der Reit- und Fahrvereine SACHSEN-ANHALT E.V.
Coronavirus
Coronavirus – Auswirkungen auf den Pferdesport in Sachsen-Anhalt +++ UPDATE 05.05.2020 +++ Reitunterricht im Freien wieder erlaubt! Nach der fünften SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung vom vom 02.05.2020 ist zwar weiterhin gemäß § 8 Abs.1 „der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie Schwimmbädern […] untersagt“, jedoch wurde eine Ausnahme für den Sportbetrieb im Freien geschaffen. Maßgebend ist, dass zum einen die Zustimmung des Trägers der Sportanlage (Reitplatz) vorliegt und dass bestimmte organisatorische und hygienische Voraussetzungen erfüllt werden. Welche das sind und wie es sich bspw. mit Reitunterricht in der Reithalle verhält, ist weiter unten unter Reitunterricht zu finden Die verabschiedete Verordnung verlängert das Verbot von Versammlungen mit nun mehr als fünf anstelle von bisher zwei Personen bis zum 27.5.20. Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen sind unverändert bis 31.8.20 verboten. Für Veranstaltungen zwischen fünf und 1.000 Personen gilt das Verbot bis zunächst zum 27.5.20. Wie es mit dieser Art von Veranstaltungen weiter geht, wird voraussichtlich mit der nächsten Verordnung, die für Zeit nach dem 27.5.20 gilt festgelegt werden. Damit gibt es also derzeit keinen Anlass, kleine Veranstaltungen die nach dem 27.5.20 stattfinden sollen, schon jetzt flächendeckend abzusagen. Dies gilt aus unserer Sicht natürlich auch für Turniere, Seminare, Lehrgänge und jegliche andere Form von Pferdesportveranstaltungen. Durch die Änderung der maximalen Anzahl von Personen haben sich zahlreiche Änderungen in den nachfolgenden Empfehlungen ergeben. +++ UPDATE ENDE +++ Weiterhin keine Sondergenehmigung zur Pferdeversorgung notwendig; Reitunterricht nur im Freien auf dem Reitplatz Grundsätzlich gilt seit dem 4.5.20, dass Reitunterricht im Freien mit max. fünf Personen (inkl. Trainer) stattfinden darf und dass sich an den Regelungen zum alltäglichen und normalen Bewegen der Pferde (kein Training mit Trainer) nichts geändert hat. Nachfolgend sind die relevanten Stellen der Verordnung und der Begründung zur SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung zusammengestellt: Von der Landesregierung wurde die Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-​Virus sowie eine dazugehörige Begründung am 02.05.2020 aktualisiert. In § 8 der Verordnung heißt es: 1. Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie Schwimmbädern, wird untersagt. Ausgenommen ist der Sportbetrieb im Freien, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: 1. die Ausübung erfolgt kontaktfrei und die Einhaltung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen ist durchgängig sichergestellt, 2. Trainingseinheiten erfolgen ausschließlich individuell, zu zweit oder in kleinen Gruppen von höchstens fünf Personen 3. ein Training von Spielsituationen insbesondere bei Kontakt- und Mannschaftssportarten, in denen ein direkter Kontakt erforderlich oder möglich ist, erfolgt nicht, 4. Wettkampfbetrieb findet nicht statt, 5. Hygieneanforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Desinfektion von genutzten Sportgeräten, werden eingehalten, 6. Umkleidekabinen, Gastronomiebereiche und sonstige Gemeinschaftsräume einer Sportstätte werden nicht benutzt, der Zutritt zu WC-Anlagen, insbesondere die Möglichkeit zum Waschen der Hände muss ermöglicht werden, 7. Kleidungswechsel und Körperpflege finden nicht in der Sportstätte statt, 8. zur Vermeidung von Ansammlungen, insbesondere von Warteschlagen, erfolgt eine Steuerung des Zutritts zur Sportstätte, 9. Risikogruppen werden keiner besonderen Gefährdung ausgesetzt und 10. Zuschauer sind nicht zugelassen. 2. Ausnahmen von der Untersagung nach Absatz 1 können in besonders begründeten Einzelfällen ausschließlich durch schriftliche Genehmigung des Landesverwaltungsamtes zugelassen werden. Dies gilt insbesondere für 1. den Sportbetrieb von Kaderathleten in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2020, wenn die beantragten Trainingseinheiten für die Vorbereitung zwingend erforderlich sind, 2. den Sportbetrieb mit Tieren, soweit dieser im Hinblick auf das Tierwohl zwingend erforderlich ist. Weiterhin ist in der Begründung zu § 8 Sportstätten und Sportbetrieb folgendes festgehalten: (…)Nicht unter den Begriff „Sportbetrieb mit Tieren“ fällt das normale alltägliche Bewegen von Tieren z.B. Pferden auf der Koppel oder in einer Reithalle. Diese im Sinne der Tiergesundheit zwingend notwendigen Maßnahmen sind weiterhin zulässig und unterliegen nicht der Genehmigungspflicht. Auf die für Veranstaltungen beschriebenen Abstandsregelungen (1,5 Meter) und weiteren Begrenzungen ist jedoch zu achten. Die weiteren Begrenzungen gestalten sich wie folgt: 1. zwischen den Teilnehmenden wird ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten und 2. die anwesenden Personen werden in einer Anwesenheitsliste erfasst, die mindestens die folgenden Angaben enthalten muss: Vor- und Familienname, vollständige Anschrift und Telefonnummer; die Anwesenheitsliste ist vom Veranstalter oder der Veranstalterin für die Dauer von vier Wochen nach Ende der Veranstaltung aufzubewahren und dem zuständigen Gesundheitsamt auf Verlangen vollständig auszuhändigen, spätestens zwei Monate nach Ende der Veranstaltung sind diese Daten zu löschen, 3. Personen mit erkennbaren Symptomen einer COVID-19 Erkrankung oder jeglichen Erkältungssymptomen sind auszuschließen; 4. Abfrage der Teilnehmenden, ob diese innerhalb der letzten 14 Tage aus dem Ausland zurückgekehrt sind oder ob sie in Kontakt zu Rückkehrern standen oder Kontakt zu infizierten Personen hatten; diese Personen sind uszuschließen, soweit sie eine der Fragen mit ja beantworten; 5. aktive und geeignete Information der Teilnehmenden über allgemeine Schutzmaßnahmen wie Händehygiene, Abstand halten und Husten- und Niesetikette. Damit ist klar, dass eine schriftliche Genehmigung für die alltägliche Bewegung der Pferde nicht eingeholt werden muss! Jeder kann sich weiterhin, ohne zusätzliche Sondergenehmigung, um die im Sinne des Tierwohls notwendige Bewegung seines Pferde kümmern und dies unverändert auch in der Reithalle! Nur die Erteilung von Reitunterricht darf ausschließlich auf dem Reitplatz stattfinden. Wichtig ist, dass alle weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der Corona Pandemie unverändert auch für alle Pferdehalter und Betriebsleiter bestand haben. Wie ein erfolgreiches Management in Zeiten dieser Krise gelingen kann, was es dazu alles benötigt und welche Folgen die Krise im einzelnen für den Pferdesport hat und haben wird, haben wir nachfolgend zusammengestellt: Reitunterricht Turniere / Reitertage in Sachsen-Anhalt Abzeichenlehrgänge / Weiterbildungen / Seminare / sonst. Pferdesportveranstaltungen Versorgung und Betreuung der Pferde Pensionsställe / Privatpferde f

Reitunterricht

Nach der fünften SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnungvom vom 02.05.2020 ist zwar weiterhin gemäß § 8 Abs.1 „der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie Schwimmbädern […] untersagt“, jedoch wurde eine Ausnahme für den Sportbetrieb im Freien geschaffen, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen: die Ausübung erfolgt kontaktfrei und die Einhaltung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen ist durchgängig sichergestellt, Trainingseinheiten erfolgen ausschließlich individuell, zu zweit oder in kleinen Gruppen von höchstens fünf Personen, ein Training von Spielsituationen insbesondere bei Kontakt- und Mannschaftssportarten, in denen ein direkter Kontakt erforderlich oder möglich ist, erfolgt nicht, Wettkampfbetrieb findet nicht statt, Hygieneanforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Desinfektion von genutzten Sportgeräten, werden eingehalten, Umkleidekabinen, Gastronomiebereiche und sonstige Gemeinschaftsräume einer Sportstätte werden nicht benutzt, der Zutritt zu WC-Anlagen, insbesondere die Möglichkeit zum Waschen der Hände muss ermöglicht werden, Kleidungswechsel und Körperpflege finden nicht in der Sportstätte statt, zur Vermeidung von Ansammlungen, insbesondere von Warteschlagen, erfolgt eine Steuerung des Zutritts zur Sportstätte, Risikogruppen werden keiner besonderen Gefährdung ausgesetzt und Zuschauer sind nicht zugelassen. Unter der Maßgabe, dass die vorgenannten Voraussetzungen erfüllt werden, ist es nun aus unserer Sicht wieder möglich Reitunterricht auf Reitplätzen durchzuführen. In diesem Kontext wird auch auf die Meldung des LSB zu diesem Thema verwiesen. Es ist zu beachten, dass nicht mehr als max. fünf Personen (inkl. Trainer) auf dem Reitplatz sind. Reitunterricht in der Reithalle ist weiterhin nicht gestattet. Dort dürfen die Pferde nur wie bisher zur „normalen und alltäglichen Bewegung“ geritten, longiert oder laufen gelassen werden. Da diese Festlegung insbesondere im Reitsport mit Blick auf Reithallen, die vielmehr überdachte Reitplätze sind, wenig zielführend und nachvollziehbar erscheint, kann nur jedem Verein, Betrieb oder selbstständigen Trainer geraten werden, einen entsprechenden Antrag an das zuständige Ordnungsamt zu stellen. Dazu kann auf die Stellungnahme der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) verwiesen werden: Reithalle nicht mit komplett geschlossenen Sporthallen zu vergleichen Nach Auffassung der FN ist eine Reithalle nicht mit einer komplett geschlossenen Sporthalle zu vergleichen. Die Luftzirkulation/Belüftung und das Klima sind in Gänze anders. Abgesehen von der Belüftung über das Dach (Trauf-First-Lüftung) sind bei vielen Reithallen mittlerweile ganze Seiten offen bzw. mit Windschotts versehen, so dass sehr oft von annähernd vergleichbaren klimatischen Verhältnissen auszugehen ist wie auf einem Reitplatz. Sofern Training und Unterricht in (Klein-)Gruppen oder einzeln auf Reitplätzen erlaubt sind, muss dies aus Sicht der FN – unter Einhaltung der in den Handlungsempfehlungen (siehe oben unter Downloads) aufgeführten Abstands- und Hygieneregeln – auch für Reithallen gelten. Anderslautenden behördlichen Vorgaben ist jedoch stets Folge zu leisten. Und auf den Widerspruch in der geltenden Verordnung bezüglich des Trainings im Freien und der normalen und alltäglichen Bewegung der Pferde, die auch in der Reithalle gestattet ist. a Turniere in Sachsen-Anhalt Die Leitlinien zum Kampf gegen die Corona-Epidemie verbieten den Wettkampfbetrieb auf privaten und öffentlichen Sportanlagen und alle Veranstaltungen mit mehr als fünf Personen. Gleichwohl gibt es einzelne private Bestrebungen in einem ersten Schritt wieder Veranstaltungen nur für Berufsreiter und Profisportler durchzuführen. Entsprechende Anträge durch die Veranstalter wurden und werden bei den zuständigen Ordnungsbehörden der jeweiligen Kreise eingereicht. Der Landesverband unterstützt diese privaten Initiativen, ist jedoch nicht Veranstalter dieser angestrebten Turniere. Sollte es Veranstalter geben, die diese Art von Turnier bei ihrem zuständigen Ordnungsamt beantrage wollen, können entsprechende Informationen bei der Landeskommission eingeholt werden. Jegliche „normale“ Sportveranstaltungen sind somit vorerst untersagt. Die Absage der Turniere bei der Landeskommission für Pferdeleistungsprüfungen ist demnach bis mindestens 27.5.2020 obligatorisch und der Grund für jede bei uns eingehende Absage ist nunmehr höhere Gewalt. Warum das wichtig ist, ist im nächsten Absatz zu lesen. Folgen für Teilnehmer und Veranstalter Im Falle höherer Gewalt können Turniere und Prüfungen mit Genehmigung der zuständigen Stelle abgesagt werden. Sofern ein Turnier oder Prüfungen aufgrund von höherer Gewalt abgesagt werden müssen, ergibt sich aus der LPO konkret, welcher Anteil an Nenngeldern beim Veranstalter verbleibt, damit dieser seine bereits getätigten Kosten decken kann, und welcher Anteil an den Teilnehmer/Nenner zurückzuzahlen ist. Bei Absage bis Nennungsschluss (bzw. ca. 2 Tage nach Nennungsschluss) erfolgt keine Abbuchung des Nenngeldes durch die FN. Bei Absage nach Nennungsschluss (d.h. das Geld wurde von der FN be-reits von den Nennern abgebucht und an den Veranstalter überwiesen), muss der Veranstalter das Nenngeld an die Nenner/Teilnehmer zurückerstatten. Die Abrechnungspraxis sieht laut §26.2.3 LPO folgendermaßen aus: Wenn eine oder mehrere Prüfungen aufgrund von höherer Gewalt abgesagt werden müssen, verbleiben dem Veranstalter 3 Euro je reserviertem Startplatz, bei Vielseitigkeits- Prüfungen sind es 10 Euro. Den darüber hinausgehenden Anteil des Nenngeldes muss der Veranstalter dem Nenner/Teilnehmer erstatten. Der Teilnehmer erhält demnach seine Kosten abzüglich des Veranstalteranteils und abzüglich der 0,85 Cent FN-Nennungsgebühr zurück. Letztere bleibt bei der FN, da das Nennungssystem genutzt und die Nennung bearbeitet wurde. Damit die betroffenen Veranstalter von Turnieren, die in den kommenden Wochen anstehen, vor unnötiger Arbeit durch die Rückzahlung der Nenngelder, aber vor allem auch vor unnötigen Kosten durch evtl. Rücklastschriften bewahrt werden, wird die FN ab sofort sämtliche Lastschrifteinzüge für Turniernennungen einstellen. b Abzeichenlehrgänge / Weiterbildungen / Seminare / sonst. Pferdesportveranstaltungen Öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen, Versammlungen unter freiem Himmel und in geschlossenen Räumen, Aufzüge, Zusammenkünfte und Ansammlungen mit mehr als fünf Personen dürfen nicht stattfinden. Das betrifft jegliche Form von Veranstaltungen rund um den Pferdesport wie Weiterbildungen, Abzeichenlehrgänge, den Reitunterricht und jedwede weitere Veranstaltung im Zusammenhang mit dem Pferdesport. Die Absage von Abzeichenlehrgängen ist demnach nun nicht mehr obligatorisch, jedoch ist diese doch eher theoretische Möglichkeit der Durchführung im Einzelfall sicher nur sehr schwierig umzusetzen. c Versorgung und Betreuung der Pferde in Privat- und Pensionsställen Vereine, Betriebe, Pferdehalter-, -sportler und -züchter müssen Maßnahmen ergreifen, um gleichzeitig die Gesundheit der Menschen und der Tiere sicherzustellen. Der Landesverband Sachsen-Anhalt vertritt die Position der Deutsche Reiterlichen Vereinigung (FN) gegenüber den Behörden, um das Tierwohl sicherzustellen: Das Deutsche Tierschutzgesetz schreibt vor, dass jedes Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht werden muss. Zudem darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so eingeschränkt werden, dass dem Tier dadurch Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Die artgerechte Versorgung sowie Bewegung von Pferden zur Gesunderhaltung und Sicherstellung ihres Wohlbefindens stellt vor dem Hintergrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus eine große Herausforderung dar. Folgendes muss zu jeder Zeit für die Pferde sichergestellt sein: Pferdegerechte Fütterung Pflege der Boxen (Ausmisten und Einstreuen, Kontrolle der Tröge und Tränken) Tägliche Tierkontrolle (Ist das Pferd gesund? Liegen Verletzungen vor?) Täglich mehrstündige Bewegung zusammengesetzt aus kontrollierter (z.B. Training) und freier Bewegung (Auslauf auf dem Paddock/der Weide) sind essentiell für physisches und psychisches Wohlbefinden sowie die Gesunderhaltung Notwendige tierärztliche Versorgung Ggf. notwendige Versorgung durch den Schmied An folgenden Eckpunkten hat sich die Sicherstellung der Versorgung der Pferde unter den Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu orientieren: Personen mit Krankheitssymptomen dürfen den Stall / die Reitanlage nicht betreten Die allgemeinen Hygienemaßnahmen zum Infektionsschutz sind zu jeder Zeit einzuhalten Ausschließlich die für die Versorgung und Bewegung der Pferde notwendigen Personen haben Zutritt zum Stall / zum Pferdebetrieb Bei Bedarf erstellt der Betriebsleiter einen Anwesenheitsplan für die notwendigen Personen, die für die Versorgung und Bewegung ihrer Pferde Zutritt zum Stall und der Reitanlage benötigen Es werden ggf. Anwesenheitszeiten bestimmt, um die Anzahl der Menschen, die sich zeitgleich im Stall bewegen, zu minimieren Die Vereinbarung von tierärztlichen Terminen und Schmiedebesuchen unterliegen der Koordination des Betriebsleiters Diese allgemeinen Empfehlungen der FN und des Landesverbandes werden in Sachsen-Anhalt ergänzt durch die Vorgaben der Corona-Verordnung, nach der das normale und alltägliche Bewegen von Tieren ohne Sondergenehmigung erfolgen kann, wenn folgende Punkte berücksichtigt werden: 1. zwischen den Teilnehmenden wird ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten und 2. die anwesenden Personen werden in einer Anwesenheitsliste erfasst, die mindestens die folgenden Angaben enthalten muss: Vor- und Familienname, vollständige Anschrift und Telefonnummer; die Anwesenheitsliste ist vom Veranstalter oder der Veranstalterin für die Dauer von vier Wochen nach Ende der Veranstaltung aufzubewahren und dem zuständigen Gesundheitsamt auf Verlangen vollständig auszuhändigen, spätestens zwei Monate nach Ende der Veranstaltung sind diese Daten zu löschen, 3. Personen mit erkennbaren Symptomen einer COVID-19 Erkrankung oder jeglichen Erkältungssymptomen sind auszuschließen; 4. Abfrage der Teilnehmenden, ob diese innerhalb der letzten 14 Tage aus dem Ausland zurückgekehrt sind oder ob sie in Kontakt zu Rückkehrern standen oder Kontakt zu infizierten Personen hatten; diese Personen sind auszuschließen, soweit sie eine der Fragen mit ja beantworten; 5. aktive und geeignete Information der Teilnehmenden über allgemeine Schutzmaßnahmen wie Händehygiene, Abstand halten und Husten- und Niesetikette. d In der praktischen Umsetzung heißt dies aus Sicht der FN und des Landesverbandes, dass der Betriebsleiter/verantwortliche Vereinsvertreter einen Anwesenheitsplan für die notwendigen Personen, die für die Versorgung und Bewegung der Pferde Zutritt zum Stall und der Reitanlage benötigen, erstellt Anwesenheitszeiten vorgegeben werden, um die Anzahl der Menschen, die sich zeitgleich im Stall/auf der Anlage befinden, zu minimieren die Einbestellung von Tierarzt und Schmied nur durch die verantwortliche Person des Betriebs/Vereins erfolgt bei der Versorgung und Bewegung der Pferde jedwede Kontakte zu anderen Einstallern zu vermeiden und ein Abstand von mehreren Metern einzuhalten sind räumliche Abstände zum Stallpersonal in gleicher Weise sicherzustellen sind die Anzahl von vier Pferden pro Bewegungsfläche als gemäß der geltenden Corona-Verordnung als Obergrenze gesehen wird Ansonsten ist um Verständnis zu bitten, dass kein weiterer Publikumsverkehr auf der Reitanlage zuglassen werden kann. Personen, die nicht für die Versorgung und Bewegung der Pferde vorgesehen sind, dürfen die Anlage nicht betreten. Die nachfolgend aufgeführten Musterpläne erleichtern Ihnen die Erstellung von Notfallversorgungs- und Bewegungsplänen. Der Notbewegungsplan bietet Hilfe bei der Einteilung der Personen, die sich zur Bewegung der Pferde auf der Anlage befinden. Hinweis: Dieser Plan sollte vom Betriebsleiter in Absprache mit den verantwortlichen Bewegungshelfern erstellt werden. Download Notbewegungsplan 20 Pferde Download Notbewegungsplan 48 Pferde Der Pferdeversorgungsplan bietet Hilfe bei der Einteilung der Personen, die sich um die Versorgung der Pferde kümmern (Fütterung, Pflege der Boxen, tägliche Tierkontrolle, freie Bewegung). Hinweis: Dieser Plan sollte vom Betriebsleiter in Absprache mit den verantwortlichen Versorgern erstellt werden. Download Pferdeversorgungsplan Mit Hilfe der Anwesenheitsliste können die täglichen Ankunfts- und Abfahrtszeiten der verantwortlichen Personen zu Pferdebewegung dokumentiert werden (pro Person ein Bogen). Download Anwesenheitsliste Die FN hat ein Muster-Formular für Personen erstellt, die für die notwendige Versorgung und Bewegung der Pferde vorgesehen sind. Dies sollte auf dem Vereinsbriefpapier ausgedruckt und von den jeweiligen "Notversorgern" ausgefüllt werden. Die FN rät die Notversorger dringend dazu an, das Dokument stets in Verbindung mit dem Personalausweis und der Kopie des Pferdepasses mitzuführen und sich auf der Anlage an die Hygiene-Regeln zu halten. <--- ZURÜCK
KONTAKT:  Landesverband der Reit- und Fahrvereine  Sachsen-Anhalt e.V. Geschäftsführer Roy Bartels I Tel.: 034956 I 229 65 I  E-Mail: LV-RFVSachsenAnhalt@online.de  Landeskommission für Pfedeleistungsprüfungen Geschäftsführer Thomas Preiß I Tel.: 034956 I 229 66 I  E-Mail: LK-SAN@online.de
Coronavirus
Coronavirus – Auswirkungen auf den Pferdesport in Sachsen-Anhalt +++ UPDATE 05.05.2020 +++ Reitunterricht im Freien wieder erlaubt! Nach der fünften SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung vom vom 02.05.2020 ist zwar weiterhin gemäß § 8 Abs.1 „der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie Schwimmbädern […] untersagt“, jedoch wurde eine Ausnahme für den Sportbetrieb im Freien geschaffen. Maßgebend ist, dass zum einen die Zustimmung des Trägers der Sportanlage (Reitplatz) vorliegt und dass bestimmte organisatorische und hygienische Voraussetzungen erfüllt werden. Welche das sind und wie es sich bspw. mit Reitunterricht in der Reithalle verhält, ist weiter unten unter Reitunterricht zu finden Die verabschiedete Verordnung verlängert das Verbot von Versammlungen mit nun mehr als fünf anstelle von bisher zwei Personen bis zum 27.5.20. Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen sind unverändert bis 31.8.20 verboten. Für Veranstaltungen zwischen fünf und 1.000 Personen gilt das Verbot bis zunächst zum 27.5.20. Wie es mit dieser Art von Veranstaltungen weiter geht, wird voraussichtlich mit der nächsten Verordnung, die für Zeit nach dem 27.5.20 gilt festgelegt werden. Damit gibt es also derzeit keinen Anlass, kleine Veranstaltungen die nach dem 27.5.20 stattfinden sollen, schon jetzt flächendeckend abzusagen. Dies gilt aus unserer Sicht natürlich auch für Turniere, Seminare, Lehrgänge und jegliche andere Form von Pferdesportveranstaltungen. Durch die Änderung der maximalen Anzahl von Personen haben sich zahlreiche Änderungen in den nachfolgenden Empfehlungen ergeben. +++ UPDATE ENDE +++ Weiterhin keine Sondergenehmigung zur Pferdeversorgung notwendig; Reitunterricht nur im Freien auf dem Reitplatz Grundsätzlich gilt seit dem 4.5.20, dass Reitunterricht im Freien mit max. fünf Personen (inkl. Trainer) stattfinden darf und dass sich an den Regelungen zum alltäglichen und normalen Bewegen der Pferde (kein Training mit Trainer) nichts geändert hat. Nachfolgend sind die relevanten Stellen der Verordnung und der Begründung zur SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung zusammengestellt: Von der Landesregierung wurde die Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-​Virus sowie eine dazugehörige Begründung am 02.05.2020 aktualisiert. In § 8 der Verordnung heißt es: 1. Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie Schwimmbädern, wird untersagt. Ausgenommen ist der Sportbetrieb im Freien, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: 1. die Ausübung erfolgt kontaktfrei und die Einhaltung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen ist durchgängig sichergestellt, 2. Trainingseinheiten erfolgen ausschließlich individuell, zu zweit oder in kleinen Gruppen von höchstens fünf Personen 3. ein Training von Spielsituationen insbesondere bei Kontakt- und Mannschaftssportarten, in denen ein direkter Kontakt erforderlich oder möglich ist, erfolgt nicht, 4. Wettkampfbetrieb findet nicht statt, 5. Hygieneanforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Desinfektion von genutzten Sportgeräten, werden eingehalten, 6. Umkleidekabinen, Gastronomiebereiche und sonstige Gemeinschaftsräume einer Sportstätte werden nicht benutzt, der Zutritt zu WC-Anlagen, insbesondere die Möglichkeit zum Waschen der Hände muss ermöglicht werden, 7. Kleidungswechsel und Körperpflege finden nicht in der Sportstätte statt, 8. zur Vermeidung von Ansammlungen, insbesondere von Warteschlagen, erfolgt eine Steuerung des Zutritts zur Sportstätte, 9. Risikogruppen werden keiner besonderen Gefährdung ausgesetzt und 10. Zuschauer sind nicht zugelassen. 2. Ausnahmen von der Untersagung nach Absatz 1 können in besonders begründeten Einzelfällen ausschließlich durch schriftliche Genehmigung des Landesverwaltungsamtes zugelassen werden. Dies gilt insbesondere für 1. den Sportbetrieb von Kaderathleten in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2020, wenn die beantragten Trainingseinheiten für die Vorbereitung zwingend erforderlich sind, 2. den Sportbetrieb mit Tieren, soweit dieser im Hinblick auf das Tierwohl zwingend erforderlich ist. Weiterhin ist in der Begründung zu § 8 Sportstätten und Sportbetrieb folgendes festgehalten: (…)Nicht unter den Begriff „Sportbetrieb mit Tieren“ fällt das normale alltägliche Bewegen von Tieren z.B. Pferden auf der Koppel oder in einer Reithalle. Diese im Sinne der Tiergesundheit zwingend notwendigen Maßnahmen sind weiterhin zulässig und unterliegen nicht der Genehmigungspflicht. Auf die für Veranstaltungen beschriebenen Abstandsregelungen (1,5 Meter) und weiteren Begrenzungen ist jedoch zu achten. Die weiteren Begrenzungen gestalten sich wie folgt: 1. zwischen den Teilnehmenden wird ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten und 2. die anwesenden Personen werden in einer Anwesenheitsliste erfasst, die mindestens die folgenden Angaben enthalten muss: Vor- und Familienname, vollständige Anschrift und Telefonnummer; die Anwesenheitsliste ist vom Veranstalter oder der Veranstalterin für die Dauer von vier Wochen nach Ende der Veranstaltung aufzubewahren und dem zuständigen Gesundheitsamt auf Verlangen vollständig auszuhändigen, spätestens zwei Monate nach Ende der Veranstaltung sind diese Daten zu löschen, 3. Personen mit erkennbaren Symptomen einer COVID-19 Erkrankung oder jeglichen Erkältungssymptomen sind auszuschließen; 4. Abfrage der Teilnehmenden, ob diese innerhalb der letzten 14 Tage aus dem Ausland zurückgekehrt sind oder ob sie in Kontakt zu Rückkehrern standen oder Kontakt zu infizierten Personen hatten; diese Personen sind uszuschließen, soweit sie eine der Fragen mit ja beantworten; 5. aktive und geeignete Information der Teilnehmenden über allgemeine Schutzmaßnahmen wie Händehygiene, Abstand halten und Husten- und Niesetikette. Damit ist klar, dass eine schriftliche Genehmigung für die alltägliche Bewegung der Pferde nicht eingeholt werden muss! Jeder kann sich weiterhin, ohne zusätzliche Sondergenehmigung, um die im Sinne des Tierwohls notwendige Bewegung seines Pferde kümmern und dies unverändert auch in der Reithalle! Nur die Erteilung von Reitunterricht darf ausschließlich auf dem Reitplatz stattfinden. Wichtig ist, dass alle weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der Corona Pandemie unverändert auch für alle Pferdehalter und Betriebsleiter bestand haben. Wie ein erfolgreiches Management in Zeiten dieser Krise gelingen kann, was es dazu alles benötigt und welche Folgen die Krise im einzelnen für den Pferdesport hat und haben wird, haben wir nachfolgend zusammengestellt: Reitunterricht Turniere / Reitertage in Sachsen-Anhalt Abzeichenlehrgänge / Weiterbildungen / Seminare / sonst. Pferdesportveranstaltungen Versorgung und Betreuung der Pferde Pensionsställe / Privatpferde f

Reitunterricht

Nach der fünften SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnungvom vom 02.05.2020 ist zwar weiterhin gemäß § 8 Abs.1 „der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie Schwimmbädern […] untersagt“, jedoch wurde eine Ausnahme für den Sportbetrieb im Freien geschaffen, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen: die Ausübung erfolgt kontaktfrei und die Einhaltung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen ist durchgängig sichergestellt, Trainingseinheiten erfolgen ausschließlich individuell, zu zweit oder in kleinen Gruppen von höchstens fünf Personen, ein Training von Spielsituationen insbesondere bei Kontakt- und Mannschaftssportarten, in denen ein direkter Kontakt erforderlich oder möglich ist, erfolgt nicht, Wettkampfbetrieb findet nicht statt, Hygieneanforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Desinfektion von genutzten Sportgeräten, werden eingehalten, Umkleidekabinen, Gastronomiebereiche und sonstige Gemeinschaftsräume einer Sportstätte werden nicht benutzt, der Zutritt zu WC-Anlagen, insbesondere die Möglichkeit zum Waschen der Hände muss ermöglicht werden, Kleidungswechsel und Körperpflege finden nicht in der Sportstätte statt, zur Vermeidung von Ansammlungen, insbesondere von Warteschlagen, erfolgt eine Steuerung des Zutritts zur Sportstätte, Risikogruppen werden keiner besonderen Gefährdung ausgesetzt und Zuschauer sind nicht zugelassen. Unter der Maßgabe, dass die vorgenannten Voraussetzungen erfüllt werden, ist es nun aus unserer Sicht wieder möglich Reitunterricht auf Reitplätzen durchzuführen. In diesem Kontext wird auch auf die Meldung des LSB zu diesem Thema verwiesen. Es ist zu beachten, dass nicht mehr als max. fünf Personen (inkl. Trainer) auf dem Reitplatz sind. Reitunterricht in der Reithalle ist weiterhin nicht gestattet. Dort dürfen die Pferde nur wie bisher zur „normalen und alltäglichen Bewegung“ geritten, longiert oder laufen gelassen werden. Da diese Festlegung insbesondere im Reitsport mit Blick auf Reithallen, die vielmehr überdachte Reitplätze sind, wenig zielführend und nachvollziehbar erscheint, kann nur jedem Verein, Betrieb oder selbstständigen Trainer geraten werden, einen entsprechenden Antrag an das zuständige Ordnungsamt zu stellen. Dazu kann auf die Stellungnahme der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) verwiesen werden: Reithalle nicht mit komplett geschlossenen Sporthallen zu vergleichen Nach Auffassung der FN ist eine Reithalle nicht mit einer komplett geschlossenen Sporthalle zu vergleichen. Die Luftzirkulation/Belüftung und das Klima sind in Gänze anders. Abgesehen von der Belüftung über das Dach (Trauf-First- Lüftung) sind bei vielen Reithallen mittlerweile ganze Seiten offen bzw. mit Windschotts versehen, so dass sehr oft von annähernd vergleichbaren klimatischen Verhältnissen auszugehen ist wie auf einem Reitplatz. Sofern Training und Unterricht in (Klein-)Gruppen oder einzeln auf Reitplätzen erlaubt sind, muss dies aus Sicht der FN – unter Einhaltung der in den Handlungsempfehlungen (siehe oben unter Downloads) aufgeführten Abstands- und Hygieneregeln – auch für Reithallen gelten. Anderslautenden behördlichen Vorgaben ist jedoch stets Folge zu leisten. Und auf den Widerspruch in der geltenden Verordnung bezüglich des Trainings im Freien und der normalen und alltäglichen Bewegung der Pferde, die auch in der Reithalle gestattet ist. a Turniere in Sachsen-Anhalt Die Leitlinien zum Kampf gegen die Corona- Epidemie verbieten den Wettkampfbetrieb auf privaten und öffentlichen Sportanlagen und alle Veranstaltungen mit mehr als fünf Personen. Gleichwohl gibt es einzelne private Bestrebungen in einem ersten Schritt wieder Veranstaltungen nur für Berufsreiter und Profisportler durchzuführen. Entsprechende Anträge durch die Veranstalter wurden und werden bei den zuständigen Ordnungsbehörden der jeweiligen Kreise eingereicht. Der Landesverband unterstützt diese privaten Initiativen, ist jedoch nicht Veranstalter dieser angestrebten Turniere. Sollte es Veranstalter geben, die diese Art von Turnier bei ihrem zuständigen Ordnungsamt beantrage wollen, können entsprechende Informationen bei der Landeskommission eingeholt werden. Jegliche „normale“ Sportveranstaltungen sind somit vorerst untersagt. Die Absage der Turniere bei der Landeskommission für Pferdeleistungsprüfungen ist demnach bis mindestens 27.5.2020 obligatorisch und der Grund für jede bei uns eingehende Absage ist nunmehr höhere Gewalt. Warum das wichtig ist, ist im nächsten Absatz zu lesen. Folgen für Teilnehmer und Veranstalter Im Falle höherer Gewalt können Turniere und Prüfungen mit Genehmigung der zuständigen Stelle abgesagt werden. Sofern ein Turnier oder Prüfungen aufgrund von höherer Gewalt abgesagt werden müssen, ergibt sich aus der LPO konkret, welcher Anteil an Nenngeldern beim Veranstalter verbleibt, damit dieser seine bereits getätigten Kosten decken kann, und welcher Anteil an den Teilnehmer/Nenner zurückzuzahlen ist. Bei Absage bis Nennungsschluss (bzw. ca. 2 Tage nach Nennungsschluss) erfolgt keine Abbuchung des Nenngeldes durch die FN. Bei Absage nach Nennungsschluss (d.h. das Geld wurde von der FN be-reits von den Nennern abgebucht und an den Veranstalter überwiesen), muss der Veranstalter das Nenngeld an die Nenner/Teilnehmer zurückerstatten. Die Abrechnungspraxis sieht laut §26.2.3 LPO folgendermaßen aus: Wenn eine oder mehrere Prüfungen aufgrund von höherer Gewalt abgesagt werden müssen, verbleiben dem Veranstalter 3 Euro je reserviertem Startplatz, bei Vielseitigkeits- Prüfungen sind es 10 Euro. Den darüber hinausgehenden Anteil des Nenngeldes muss der Veranstalter dem Nenner/Teilnehmer erstatten. Der Teilnehmer erhält demnach seine Kosten abzüglich des Veranstalteranteils und abzüglich der 0,85 Cent FN-Nennungsgebühr zurück. Letztere bleibt bei der FN, da das Nennungssystem genutzt und die Nennung bearbeitet wurde. Damit die betroffenen Veranstalter von Turnieren, die in den kommenden Wochen anstehen, vor unnötiger Arbeit durch die Rückzahlung der Nenngelder, aber vor allem auch vor unnötigen Kosten durch evtl. Rücklastschriften bewahrt werden, wird die FN ab sofort sämtliche Lastschrifteinzüge für Turniernennungen einstellen. b Abzeichenlehrgänge / Weiterbildungen / Seminare / sonst. Pferdesportveranstaltungen Öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen, Versammlungen unter freiem Himmel und in geschlossenen Räumen, Aufzüge, Zusammenkünfte und Ansammlungen mit mehr als fünf Personen dürfen nicht stattfinden. Das betrifft jegliche Form von Veranstaltungen rund um den Pferdesport wie Weiterbildungen, Abzeichenlehrgänge, den Reitunterricht und jedwede weitere Veranstaltung im Zusammenhang mit dem Pferdesport. Die Absage von Abzeichenlehrgängen ist demnach nun nicht mehr obligatorisch, jedoch ist diese doch eher theoretische Möglichkeit der Durchführung im Einzelfall sicher nur sehr schwierig umzusetzen. c Versorgung und Betreuung der Pferde in Privat- und Pensionsställen Vereine, Betriebe, Pferdehalter-, -sportler und - züchter müssen Maßnahmen ergreifen, um gleichzeitig die Gesundheit der Menschen und der Tiere sicherzustellen. Der Landesverband Sachsen-Anhalt vertritt die Position der Deutsche Reiterlichen Vereinigung (FN) gegenüber den Behörden, um das Tierwohl sicherzustellen: Das Deutsche Tierschutzgesetz schreibt vor, dass jedes Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht werden muss. Zudem darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so eingeschränkt werden, dass dem Tier dadurch Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Die artgerechte Versorgung sowie Bewegung von Pferden zur Gesunderhaltung und Sicherstellung ihres Wohlbefindens stellt vor dem Hintergrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus eine große Herausforderung dar. Folgendes muss zu jeder Zeit für die Pferde sichergestellt sein: Pferdegerechte Fütterung Pflege der Boxen (Ausmisten und Einstreuen, Kontrolle der Tröge und Tränken) Tägliche Tierkontrolle (Ist das Pferd gesund? Liegen Verletzungen vor?) Täglich mehrstündige Bewegung zusammengesetzt aus kontrollierter (z.B. Training) und freier Bewegung (Auslauf auf dem Paddock/der Weide) sind essentiell für physisches und psychisches Wohlbefinden sowie die Gesunderhaltung Notwendige tierärztliche Versorgung Ggf. notwendige Versorgung durch den Schmied An folgenden Eckpunkten hat sich die Sicherstellung der Versorgung der Pferde unter den Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu orientieren: Personen mit Krankheitssymptomen dürfen den Stall / die Reitanlage nicht betreten Die allgemeinen Hygienemaßnahmen zum Infektionsschutz sind zu jeder Zeit einzuhalten Ausschließlich die für die Versorgung und Bewegung der Pferde notwendigen Personen haben Zutritt zum Stall / zum Pferdebetrieb Bei Bedarf erstellt der Betriebsleiter einen Anwesenheitsplan für die notwendigen Personen, die für die Versorgung und Bewegung ihrer Pferde Zutritt zum Stall und der Reitanlage benötigen Es werden ggf. Anwesenheitszeiten bestimmt, um die Anzahl der Menschen, die sich zeitgleich im Stall bewegen, zu minimieren Die Vereinbarung von tierärztlichen Terminen und Schmiedebesuchen unterliegen der Koordination des Betriebsleiters Diese allgemeinen Empfehlungen der FN und des Landesverbandes werden in Sachsen-Anhalt ergänzt durch die Vorgaben der Corona- Verordnung, nach der das normale und alltägliche Bewegen von Tieren ohne Sondergenehmigung erfolgen kann, wenn folgende Punkte berücksichtigt werden: 1. zwischen den Teilnehmenden wird ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten und 2. die anwesenden Personen werden in einer Anwesenheitsliste erfasst, die mindestens die folgenden Angaben enthalten muss: Vor- und Familienname, vollständige Anschrift und Telefonnummer; die Anwesenheitsliste ist vom Veranstalter oder der Veranstalterin für die Dauer von vier Wochen nach Ende der Veranstaltung aufzubewahren und dem zuständigen Gesundheitsamt auf Verlangen vollständig auszuhändigen, spätestens zwei Monate nach Ende der Veranstaltung sind diese Daten zu löschen, 3. Personen mit erkennbaren Symptomen einer COVID-19 Erkrankung oder jeglichen Erkältungssymptomen sind auszuschließen; 4. Abfrage der Teilnehmenden, ob diese innerhalb der letzten 14 Tage aus dem Ausland zurückgekehrt sind oder ob sie in Kontakt zu Rückkehrern standen oder Kontakt zu infizierten Personen hatten; diese Personen sind auszuschließen, soweit sie eine der Fragen mit ja beantworten; 5. aktive und geeignete Information der Teilnehmenden über allgemeine Schutzmaßnahmen wie Händehygiene, Abstand halten und Husten- und Niesetikette. d In der praktischen Umsetzung heißt dies aus Sicht der FN und des Landesverbandes, dass der Betriebsleiter/verantwortliche Vereinsvertreter einen Anwesenheitsplan für die notwendigen Personen, die für die Versorgung und Bewegung der Pferde Zutritt zum Stall und der Reitanlage benötigen, erstellt Anwesenheitszeiten vorgegeben werden, um die Anzahl der Menschen, die sich zeitgleich im Stall/auf der Anlage befinden, zu minimieren die Einbestellung von Tierarzt und Schmied nur durch die verantwortliche Person des Betriebs/Vereins erfolgt bei der Versorgung und Bewegung der Pferde jedwede Kontakte zu anderen Einstallern zu vermeiden und ein Abstand von mehreren Metern einzuhalten sind räumliche Abstände zum Stallpersonal in gleicher Weise sicherzustellen sind die Anzahl von vier Pferden pro Bewegungsfläche als gemäß der geltenden Corona-Verordnung als Obergrenze gesehen wird Ansonsten ist um Verständnis zu bitten, dass kein weiterer Publikumsverkehr auf der Reitanlage zuglassen werden kann. Personen, die nicht für die Versorgung und Bewegung der Pferde vorgesehen sind, dürfen die Anlage nicht betreten. Die nachfolgend aufgeführten Musterpläne erleichtern Ihnen die Erstellung von Notfallversorgungs- und Bewegungsplänen. Der Notbewegungsplan bietet Hilfe bei der Einteilung der Personen, die sich zur Bewegung der Pferde auf der Anlage befinden. Hinweis: Dieser Plan sollte vom Betriebsleiter in Absprache mit den verantwortlichen Bewegungshelfern erstellt werden. Download Notbewegungsplan 20 Pferde Download Notbewegungsplan 48 Pferde Der Pferdeversorgungsplan bietet Hilfe bei der Einteilung der Personen, die sich um die Versorgung der Pferde kümmern (Fütterung, Pflege der Boxen, tägliche Tierkontrolle, freie Bewegung). Hinweis: Dieser Plan sollte vom Betriebsleiter in Absprache mit den verantwortlichen Versorgern erstellt werden. Download Pferdeversorgungsplan Mit Hilfe der Anwesenheitsliste können die täglichen Ankunfts- und Abfahrtszeiten der verantwortlichen Personen zu Pferdebewegung dokumentiert werden (pro Person ein Bogen). Download Anwesenheitsliste Die FN hat ein Muster-Formular für Personen erstellt, die für die notwendige Versorgung und Bewegung der Pferde vorgesehen sind. Dies sollte auf dem Vereinsbriefpapier ausgedruckt und von den jeweiligen "Notversorgern" ausgefüllt werden. Die FN rät die Notversorger dringend dazu an, das Dokument stets in Verbindung mit dem Personalausweis und der Kopie des Pferdepasses mitzuführen und sich auf der Anlage an die Hygiene-Regeln zu halten. <--- ZURÜCK
KONTAKT DATENSCHUTZ IMPRESSUM LANDESVERBAND der  Reit- und Fahrvereine SACHSEN-ANHALT E.V.
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